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Gibt es hier Menschen die wirklich nach dem 50/30/20 Prinzip leben?

Kategorie: Off-Topic  ·  erstellt von Bodo H.  ·  14. Jan 2025, 09:33  ·  22 Antworten · 4414 Aufrufe

Guten Abend zusammen,

ich beschäftige mich seit einigen Wochen intensiver mit der 50/30/20-Regel — also 50% des Nettoeinkommens für Fixkosten (Miete, Strom, Versicherungen etc.), 30% für Wünsche und Freizeit, 20% für Sparen und Schuldenabbau. Das Prinzip klingt auf dem Papier schlüssig und ich verstehe die Logik dahinter.

Was mich aber zunehmend zweifeln lässt: Ich wohne in Bremen, zahle 1.050 Euro Warmmiete für eine 75qm-Wohnung (zu zweit, kein Luxus), und komme netto auf rund 3.200 Euro. Das sind schon 33% nur für die Miete. Rechne ich Strom, Telefon, KFZ-Versicherung, GEZ und die Krankenkasse für meine Frau dazu, bin ich locker bei 55–58% Fixkostenquote — und Bremen ist nun wirklich keine Hochpreisstadt wie München oder Frankfurt.

Ich frage mich daher ernsthaft: Lebt hier irgendjemand tatsächlich nach diesem Prinzip? Nicht theoretisch, sondern im echten Alltag? Und falls ja: Wie habt ihr das hinbekommen? Habt ihr euer Einkommen erhöht, Kosten radikal gesenkt oder einfach die Kategorien anders definiert?

Ich will keine Motivationsfloskeln, sondern echte Zahlen und echte Erfahrungen. Als Buchhalter schätze ich Klarheit.

— Zahlen lügen nicht. Menschen schon.

Hallo Bodo! 😊 Also ich versuchs zumindest... mit 2.200 netto als Krankenpflegerin in Hannover ist das ehrlich gesagt ein Kampf. Meine Miete allein frisst schon 38%, und dann kommen noch Strom, Handyvertrag, Auto (brauche ich für Schichtarbeit leider) dazu.

Was ich gemacht hab: ich hab die Kategorien ein bisschen verbogen. Bei mir heißt "Needs" jetzt alles was ich WIRKLICH brauche — also auch Berufsbekleidung und das Bahnticket. Dafür hab ich Streaming-Abos gecancelt (spart 28 Euro im Monat) und koche konsequent vor. Die 20% Sparquote schafffe ich meistens nicht — eher so 12-15%. Aber der Weg zählt oder? 💪

Für Großstädte glaube ich ehrlich: die Regel ist für amerikanische Verhältnisse gemacht worden. Da sind die Gehälter anders als die Mieten skaliert.

— Mit 2.200 netto auch sparen – es geht!! 💪

lol als Freiberufler in Berlin ist das ne Witzfrage 😅 ich hab Monate wo ich 40% spare und Monate wo ich froh bin wenn ich nicht ins Minus rutsche. Das 50/30/20-Ding ist doch eher was für Leute mit konstantem Gehalt.

Abgesehen davon: die Regel kommt von Elizabeth Warren, ursprünglich aus ihrem Buch "All Your Worth" (2005). Damals in den USA. Berliner Mietenrealität 2024 hat damit nix am Hut. Ich zahl 1.300 kalt für ne 2-Zimmer-Wohnung in Prenzlauer Berg (geerbt vom Vormieter, sonst wärs noch mehr). Das sind bei nem durchschnittlichen Monat locker 45% netto — und ich verdien eigentlich ganz ok.

Was bei mir funktioniert: ich hab ein fixes "Gehalt" das ich mir selbst überweise, und davon dann die Prozentregel. Aber die 20% Sparen kommen drauf noch die Steuerrücklage obendrauf. Freiberufler-Bonus: man denkt anders über Geld nach wenn man selbst für die KV zahlt 😬

— Selbstständig = selbst & ständig ans Finanzamt denken.

Die Kritik an der 50/30/20-Regel ist berechtigt, aber ich würde eine Nuance ergänzen: Die Regel bezieht sich auf das verfügbare Nettoeinkommen nach Pflichtabzügen, nicht auf das Gehaltszettel-Netto. In der US-Originalversion werden Steuern und Sozialabgaben bereits herausgerechnet, bevor die Prozente angewendet werden.

In Deutschland ist das komplizierter, weil wir die GKV, Pflegeversicherung etc. schon vor dem Netto abziehen — aber KFZ-Versicherung oder Rundfunkbeitrag tauchen im Netto trotzdem noch auf. Warren würde die wohl zu den "Needs" zählen, nicht als Abzug vom Berechnungsbetrag.

Was ich bei Mandanten sehe: Die Regel funktioniert zuverlässig ab etwa 3.500 Euro Netto für eine Einzelperson in einer Stadt wie München oder Frankfurt. Darunter wird die Fixkostenquote strukturell zu hoch. Das ist kein persönliches Versagen — das ist Mathematik.

— § 20 EStG lesen – dann reden wir weiter.

Ich hake kurz bei Bodo ein: 1.050 Euro Warmmiete für 75qm in Bremen klingt eigentlich noch moderat. Aber habt ihr die Nebenkostenabrechnung mal genau geprüft? Ich sehe als Hausverwalter regelmäßig, dass Vermieter Positionen abrechnen die schlicht nicht umlagefähig sind — Hausmeisterkosten für Reparaturen etwa, oder Verwaltungsgebühren.

Wenn du da 50-80 Euro rausholst, verbessert sich deine Fixkostenquote spürbar. Nicht dramatisch, aber es ist Geld das dir rechtlich zusteht. Der Mieterverein Bremen kostet ca. 90 Euro Jahresbeitrag und prüft die Abrechnung kostenlos.

— Nebenkostenabrechnung prüfen – fast jede zweite enthält Fehler.

bro ich studier in Halle und hab 800 bafög + 200 nebenjob lmaooo 50/30/20 ist bei mir eher 90/15/-5 😂😂 aber ich hab trotzdem nen 25€ ETF sparplan laufen weils cooler ist als garnix 🚀 manchmal frag ich mich ob ich das geld überhaupt hab aber hauptsache der sparplan läuft ehh

ernst gemeint tho: die regel macht für studenten oder Mindestlohn-Leute 0 sinn. das ist für die mittelklasse gemacht die schon halbwegs stabil ist

— yolo aber mit sparplan lol 🚀🦍

Ich lese diesen Thread mit großem Interesse. Zu meiner aktiven Zeit als Lehrerin habe ich nie von dieser Regel gehört — wir haben einfach jeden Monat aufgeschrieben was rein- und rausgeht und geschaut was übrig bleibt. Das nannte man damals Haushaltsbuch.

Was ich sagen kann: Als wir noch in der Wohnung in Würzburg lebten (mein Mann und ich, 1990er Jahre), hat die Miete nie mehr als 25% unserer Einnahmen ausgemacht. Das war damals möglich. Heute würde ich sagen: Wer in einer Großstadt unter 4.000 Euro netto verdient und nicht schon seit Jahren eine günstige Wohnung hat, der kämpft gegen das System — nicht gegen sich selbst.

Meine Rente beträgt 1.820 Euro, dazu die Witwenrente meines verstorbenen Mannes. Die 20% spare ich tatsächlich noch, weil meine Miete seit 15 Jahren stabil ist (1.100 Euro Genossenschaft). Das ist aber Glück, kein Verdienst.

— Auch mit 70 kann man noch Zinsen optimieren.

Also i sag mal so: Ich bin Zimmerermeister in Augsburg, 3.800 netto, Eigenheim abbezahlt (keine Miete, nur Nebenkosten und Rate läuft seit 12 Jahren). Da ist die 50/30/20-Sache ehrlich gesagt kein Hexenwerk — i schaff sogar mehr als 20% Sparquote.

ABER: Das hat nix mit der Regel zu tun, das liegt daran dass ich kein Mietproblem hab. Wenn ich heute als Mieter in Augsburg anfangen müsste — 1.200 Euro für ne vernünftige Wohnung easy — wärs wieder eng. 😅

Die Regel ist also eigentlich ne Regel für Eigenheimbesitzer oder Leute mit Altmietverträgen. Wer heute neu einzieht zahlt einfach zu viel Miete für das Schema.

— Beim Geld hört der Spaß auf. Oder fängt an 😄
Zuletzt bearbeitet von Seppl aus Bayern am 12. Okt 2025, 05:53 – Grund: Zahl korrigiert (3.600 → 3.800 netto)

Wir (Marc und ich) versuchen das tatsächlich — mit einem Twist. Wir rechnen nicht pro Person sondern als Haushalt. Zusammen kommen wir auf ca. 7.200 Euro netto. Frankfurt, 3-Zimmer, 1.850 Euro warm. Das sind 26% der gemeinsamen Einnahmen — also machbar.

Das Problem: Sobald man anfängt wirklich aufzuschreiben was "Needs" und was "Wants" sind, gibt's heftigen Gesprächsbedarf 😂 Marc findet sein Fitnessstudio (75€/Monat) sei ein Need wegen Rückenproblemen. Ich finde mein Leseflatrate-Abo sei ein Need für meine geistige Gesundheit. So läuft das.

Ehrlich gesagt funktioniert die Regel bei uns nur weil wir zwei Gehälter haben. Für Alleinverdienende unter 3.500 netto in einer Großstadt sehe ich das strukturell nicht machbar — und das sage ich ohne Schuldzuweisung.

— Zwei Gehälter, zwei Meinungen – wir finden immer einen Weg.

Ich lebe in Kassel, was den Vorteil hat dass Mieten noch halbwegs human sind. 900 Euro warm für 70qm, Netto 2.900 Euro — da komme ich auf 31% Mietquote. Mit allen anderen Fixkosten lande ich bei ca. 48%. Also knapp unter der 50%-Marke, was ich als Erfolg werte.

Die 20% Sparen: Ich bespare monatlich 300 Euro in einen MSCI-World-ETF (Xtrackers bei der DKB, kostenloser Sparplan) und überweise 280 Euro auf ein Tagesgeldkonto als Notgroschen-Aufbau. Das sind zusammen ca. 20%.

Was ich gelernt habe: Man muss die Sparrate automatisieren — Dauerauftrag am 1. des Monats, direkt nach Gehaltseingang. Was weg ist, fehlt nicht. Das klingt banal, aber ohne diesen Mechanismus wäre ich bei Null.

— Sicherheit geht vor – auch wenn die Rendite weint.

Danke für die bisherigen Antworten — das ist genau die Qualität die ich mir erhofft hatte.

@SteuerSparerin_Sina: Der Punkt mit der US-Originalversion ist interessant. Ich habe das Prinzip in deutschen Finanzblogs gelesen und dort wird meist einfach das Nettoeinkommen vom Gehaltszettel genommen. Wenn man die GKV (die ich schon herausgerechnet habe) nochmal separat betrachtet, verschiebt sich natürlich die Basis.

@Nebenkostencheck_Norwin: Guter Hinweis. Die letzte Abrechnung habe ich tatsächlich nur überflogen. Ich werde das nochmal genauer prüfen. Mieterverein ist eine gute Idee.

Was ich aus den Antworten mitnehme: Die Regel scheint strukturell für Haushalte mit entweder hohem Einkommen, Eigenheim oder Altmietvertrag gemacht zu sein. Für alle anderen ist es eher ein Zielanker als eine realistische Vorgabe. Das erklärt einiges.

— Zahlen lügen nicht. Menschen schon.

Ich verdien als Lagerist in Chemnitz ca. 2.100 netto. Miete 520 Euro warm (Ostdeutschland-Bonus 😅). Das sind 25% — also eigentlich traumhaft für die Regel.

Trotzdem schaff ich keine 20% Sparrate weil mein Auto (brauche ich zwingend, öffi-Anbindung zum Lager ist ne Katastrophe) mich jeden Monat zusammen 380 Euro kostet (Rate, Versicherung, Sprit). Das haut rein.

Fazit: Auch mit günstiger Miete kann die Sparrate kippen wenn andere Fixkosten hoch sind. Das Auto ist bei mir der Killer, nicht die Miete.

Ich führe seit 2007 ein Haushaltsbuch — erst auf Papier, seit 2019 mit der App "Money Money" (hat sich für mich bewährt, keine Werbung). Was ich dabei über die Jahre gelernt habe:

Die 50/30/20-Regel ist gut als Diagnose-Werkzeug. Du schaust dir an wo du wirklich stehst und merkst dann z.B.: "Oh, ich gebe 38% für Fixkosten aus statt 50%" — oder umgekehrt. Das ist der eigentliche Wert. Als starre Vorgabe taugt sie für viele Haushalte nicht.

Wir sind ein Haushalt (ich Teilzeit, Mann Vollzeit), ca. 3.400 netto gesamt, Bielefeld, 870 Euro warm. Die 50% Fixkosten halte ich ein. Die 20% Sparrate auch meistens. Aber die 30% für "Wants" sind bei uns eher 18%, weil wir eben sparsam leben. Ist das schlimm? Nein. Uns fehlt nichts.

Was ich Bodo empfehlen würde: Einfach mal 3 Monate alles aufschreiben was reinkommt und rausgeht — ohne Kategorie-Druck. Dann siehst du wo es wirklich hängt.

— Wer nicht aufschreibt, was er ausgibt, gibt zu viel aus.

Guter Thread, schön sachlich. Ich ergänze kurz aus meiner beruflichen Perspektive (Bankangestellte): Wir sehen in der Beratung oft, dass Kunden die Kategorie "Fixkosten" sehr unterschiedlich definieren. Manche rechnen Lebensmittel rein, manche nicht. Das macht die 50%-Marke schwer vergleichbar.

Eine sauberere Variante die ich empfehle: Nicht Prozente, sondern erst den monatlichen Mindestbetrag für Sparen festlegen (z.B. 200 Euro — was auch immer realistisch ist), diesen als Dauerauftrag einrichten, und dann mit dem Rest haushalten. Das ist psychologisch einfacher als Prozente zu verwalten und führt zum gleichen Ziel.

Die Regel ist ein Einstiegsmodell — für Finanz-Einsteiger nützlich, für erfahrene Haushalter wie Bodo eher zu grob.

— Sachlich, fair, auf den Punkt.

Ich arbeite als Sozialpädagoge mit Menschen in Schuldnerberatung. Was ich täglich sehe: Die wenigsten haben das Problem weil sie zu viel ausgeben — viele haben es weil die Fixkostenstruktur schlicht zu hoch ist für ihr Einkommen. Und daran ändert kein Budgetmodell was.

Die 50/30/20-Regel kann sogar schädlich sein wenn jemand mit 45% Fixkostenquote anfängt sich zu geißeln weil er "die Regel nicht schafft". Das erzeugt Stress, der oft in Kompensationskonsum endet. Ich sage das ohne Ironie.

Was wirklich hilft: Realistisches Ziel setzen ("Ich spare 5% diesen Monat"), steigern wenn Spielraum entsteht, nicht mit einem abstrakten Ideal vergleichen das für andere Einkommensverhältnisse gemacht wurde.

— Dispo ist kein Kredit – er ist eine Falle.

Also ich als Postbote in Erfurt (2.050 netto, Miete 640 Euro warm) hab von dieser Regel erst heute durch diesen Thread erfahren 😄 Ich spar einfach was am Monatsende übrig bleibt — manchmal 80 Euro, manchmal nix. Das klingt chaotisch aber funnktioniert irgendwie seit 20 Jahren.

Prozentrechnerei ist nix für mich. Aber der Thread ist trotzdem gut zum Lesen.

— Kein Konto ohne Überblick.

Ich lebe in der Grenzregion und arbeite in der Schweiz — das verzerrt natürlich alles gewaltig. Mit Schweizer Lohn und deutschen Lebenshaltungskosten ist die 50/30/20-Regel für mich leicht einhaltbar, fast schon langweilig. Das soll keine Prahlerei sein, sondern ein Hinweis auf das eigentliche Problem: Es geht nicht um Disziplin, es geht um Einkommenshöhe relativ zu Fixkosten.

Was ich aber trotzdem beitragen kann: Ich nutze das Prinzip zur Jahresplanung, nicht zur Monatsplanung. Weil mein Einkommen als Ingenieur mit Projektzulagen schwankt, rechne ich den Jahresdurchschnitt und plane die Sparrate danach. Das nimmt den monatlichen Druck raus.

Zur ursprünglichen Frage: In deutschen Großstädten mit Durchschnittsgehalt — strukturell kaum möglich, die 50%-Fixkostengrenze einzuhalten. Das ist ein politisches Problem, kein persönliches.

— Zwei Steuersysteme, eine Brieftasche.

Was ich komisch finde: alle reden über die 50% und die 20%, aber keiner redet über die 30% für Wünsche. Das ist doch der Knackpunkt. Bei 3.200 Euro netto wären das 960 Euro im Monat für Freizeit, Restaurantbesuche, Urlaub etc. Das klingt nach viel — und ist es auch.

Ich kenn Leute die jammern sie könnten nicht sparen, und gleichmal 200 im Monat für Lieferando, Netflix, Spotify, Amazon Prime, ein Fitnesstudio das sie nicht nutzen und irgendwelche App-Abos ausgeben die sie vergessen haben zu kündigen. Da kommt man schnell auf 400-500 Euro "Wants" die man gar nicht bewusst konsumiert hat.

Nicht für Bodo gesagt — der klingt reflektiert. Aber allgemein.

— Schulden sind Zukunft die man schon verbraucht hat.

KreditKritiker_Konrad schrieb:alle reden über die 50% und die 20%, aber keiner redet über die 30% für Wünsche

Da hast du ehrlich gesagt recht. Ich hab letztes Jahr mal alle meine Abos aufgelistet — das war ein kleiner Schock 😬 Allein 8 verschiedene Streaming- und Musik-Dienste, von denen ich 3 kaum genutzt hab. 47 Euro gespart, nur durch kündigen. Ohne auf irgendwas zu verzichten was mir wirklich was bedeutet.

Das ist der Bereich wo man tatsächlich noch was machen kann, selbst wenn die Fixkosten zu hoch sind. Die Miete kann ich nicht mal eben senken, aber die Abo-Welt schon.

— Mit 2.200 netto auch sparen – es geht!! 💪

alter ich hab das grad gegoogelt und 50/30/20 klingt mega simpel aber wenn ich mein netto nehm (1.650€ callcenter ist halt kein traumjob lol) dann sind 50% davon 825 euro und meine miete ist schon 720 warm 😭😭 da bleibt für sonstige fixes nix mehr übrig

wie soll das funtkionieren??? erklärt mir das mal jemand bitte ernsthaft ich raff das nicht. sparplan hab ich trotzdem 25€ weil mein kumpel gesagt hat anfangen ist wichtiger als die höhe 🚀

@InvestNoob_2023 Dein Kumpel hat recht — mit dem Sparplan anfangen ist der richtige Instinkt. Und die Frage ist berechtigt: Bei einem Netto von 1.650 Euro und 720 Euro Warmmiete bist du strukturell in einer Situation, wo die 50/30/20-Regel schlicht nicht passt. Das ist keine Kritik an dir, das ist Arithmetik.

Was du tun kannst: Schau ob du BAföG-Nachfolge-Leistungen, Wohngeld oder andere staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen kannst — je nach Situation kann das relevant sein. Wohngeldrechner gibt's online beim Bundesministerium.

Ansonsten: Guter Thread hier, bleibt sachlich. 👍

— Bitte Netiquette beachten. Danke.

Sorry, ich muss nochmal kurz nachhaken weil mich das beschäftigt. Bodo hatte gefragt ob jemand das wirklich lebt — ich glaube die ehrlichste Antwort aus diesem Thread ist: Kaum jemand lebt exakt nach 50/30/20, aber viele leben nach dem Geist davon.

Also: Fixkosten im Blick behalten, regelmäßig sparen (egal wie viel), und nicht alles in Konsum versenken. Das ist die eigentliche Botschaft. Die Prozentzahlen sind nur ein Anker, kein Gesetz.

Ich fand den Thread sehr lesenswert. Selten so ehrliche Zahlen hier gesehen.

— Wer nicht aufschreibt, was er ausgibt, gibt zu viel aus.
Zuletzt bearbeitet von Hannelore am 18. Dez 2025, 20:30 – Grund: Schluss-Satz entfernt der wie Lob klang

sorry für necro aber ich bin grad 6 monate später nochmal hier gelandet weil ich den tab offen hatte lmao 😂 update von mir: sparplan läuft noch, hab ihn auf 50€ erhöht weil ich nen kleinen nebenjob hab. immer noch kein 50/30/20 aber zumindest positiv 🦍🚀

— yolo aber mit sparplan lol 🚀🦍
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