Ich stehe gerade vor einer Situation, die mich ehrlich gesagt ein bisschen nervös macht. Vor etwa drei Jahren hatte ich einen Bandscheibenvorfall L4/L5 — klassisch, mit Ausstrahlung ins Bein, vier Wochen Krankschreibung, dann Physiotherapie, und seit gut zwei Jahren bin ich komplett beschwerdefrei. Kein Rezidiv, keine Dauermedikation, Sport mache ich auch wieder regelmäßig.
Jetzt möchte ich endlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen — ja, ich weiß, als Steuerberater hätte ich das früher angehen sollen, aber das Thema hat sich immer wieder verschoben. Mit Mitte 50 wird das natürlich nicht günstiger.
Meine Befürchtung: Entweder werde ich direkt abgelehnt, oder ich bekomme einen Wirbelsäulenausschluss reingeschrieben, der den halben Sinn der BU aushöhlt. Gerade als Bürojob — sitzendes Arbeiten — ist Rücken ja einer der häufigsten BU-Gründe überhaupt.
Ich habe gelesen, dass man über einen unabhängigen Makler sogenannte anonyme Voranfragen bei mehreren Gesellschaften gleichzeitig stellen kann, ohne dass das in der HIS-Datenbank landet. Stimmt das so? Hat hier jemand konkrete Erfahrungen damit gemacht?
Und: Welche Anbieter sind bei Rückenvorgeschichte erfahrungsgemäß kulanter — Allianz, Nürnberger, Münchener Leben, Zurich? Ich lese überall andere Meinungen und würde gerne echte Nutzererfahrungen hören, nicht Makler-Broschüren.